Schachverein Ebersbach e.V.

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Aus nach der ersten Runde PDF Drucken E-Mail
  
Samstag, den 03. Dezember 2016 um 23:30 Uhr

Viererpokal Neckar/Fils   2016/17:

SF Pfullingen   -   SVE   2,5:1,5

 

Nachdem es in den letzten Jahren immer wieder mal ganz gut in diesem Wettbewerb lief, war heuer nach der 1. Runde bereits Schluss. Der Trend, der sich derzeit bei den Mannschafskämpfen abzeichnet, setzte sich auch in diesem Kampf nahtlos fort. Ein Remis mehr hätte nämlich aufgrund der Berliner Wertung schon zum Sieg gereicht, doch der fahrlässige Umgang mit den eigenen Chancen ließ kein besseres Ergebnis mehr zu.

Dies war durchaus im Bereich des Möglichen, denn Werner Junger (Brett 2) hatte die Bauernstruktur des Gegners komplett zerfleddert und hätte mit etwas mehr Umsicht bei der Verteidigung eine sehr angenehme Stellung erhalten können. Stattdessen fiel er einem übersehenen Zug zum Opfer, der leider Gottes umgehend den Partieverlust nach sich zog. Auch Uli Junger (Brett 3) hätte, nachdem er einen suboptimalen Plan gewählt hatte, immer noch die Chance gehabt, selbst nach einem Bauernopfer (oder war es doch ein Einsteller?) ansprechende Kompensation zu erhalten - vorausgesetzt, er hätte danach richtig fortgesetzt. Dies blieb leider aus, so dass der Gegner den Mehrbauer nach und nach zum Sieg verwerten konnte. Bereits lange Zeit zuvor war die wenig aufregende Partie von Hartmut Hehn an Brett 4 durch Stellungswiederholung leistungsgrecht remis ausgegangen.

Bernd Grill konnte am Spitzenbrett immer mehr Druck gegen den soliden schwarzen Aufbau entwickeln und erlangte bald eine strategisch klar überlegene Stellung. Als die Position aber trotz ihrer Vorzüge immer noch nichts völlig Konkretes hergab, opferte er aus heiterem Himmel eine Figur und machte Jagd auf den exponierten gegnerischen König. Hätte Schwarz die richtige Verteidigung gefunden, so hätte er noch in der Partie bleiben können. Die psychologische Komponente des Opfers zeigte allerdings sogleich Wirkung, denn der Nachziehende fand diese Verteidigung nicht und wurde bald darauf bezwungen.

Caissa war an diesem Tag jedenfalls nicht auf unserer Seite, denn ein Weiterkommen war natürlich im Bereich des Möglichen gewesen. Wer allerdings so fahrlässig mit den eigenen Chancen umgeht, darf sich nicht über die Niederlage wundern.

Bernd Grill

 

Nachtrag bzw. Hinweis 04.12. 01.10 Uhr: die Endphase unserer einzigen Gewinnpartie ist nun in der Rubrik "Partieanalysen" für jedermann in kommentierter Form anschaubar; Mi.Rupp


 

Aktualisiert ( Sonntag, den 04. Dezember 2016 um 02:12 Uhr )
 
Eilmeldung betreff: aktuelle Live-Übertragung des WM-Tiebreaks PDF Drucken E-Mail
  
Mittwoch, den 30. November 2016 um 21:26 Uhr

Für all diejenigen, die das um 20 Uhr gestartete finale Tiebreak kostenlos live mitverfolgen wollen und ebenfalls vom momentanen Zusammenbruch der Live-Übertragung bei "chess24" betroffen sind (meine Smartphone-App "Follow Chess", die offenbar auch zu chess24 gehört, funktioniert dagegen weiterhin tadellos) ein weiterer Link, wo die chess24-Übertragung (kommentiert auf Englisch von den GMs Jan Gustafsson und Peter Svidler) auch zu sehen ist und zumindest derzeit noch funktioniert:

https://www.youtube.com/watch?v=3ecaDYWXoZc&feature=em-lss

 

Aktualisierung 21:20: die Liveübertragung direkt bei "chess24" (hier zusätzlich mit der Möglichkeit der Einsicht in Engine-Stellungsbewertungen) läuft derzeit wieder; nachfolgend der Link:

https://www.chess24.com/en/wcc2016

bzw. aktuell expliziter: https://chess24.com/en/watch/live-tournaments/carlsen-karjakin-world-chess-championship-2016/2/1/2

Aktualisierung 22:40: der direkte Link auf die Übertragung der gerade gestarteten Runde 3: https://chess24.com/en/watch/live-tournaments/carlsen-karjakin-world-chess-championship-2016/2/1/3

Aktualisierung 23:40: der direkte Link auf die Übertragung der gerade gestarteten Runde 4: https://chess24.com/en/watch/live-tournaments/carlsen-karjakin-world-chess-championship-2016/2/1/4


Für diejenigen, die nicht genau über das Reglement Bescheid wissen:

Gespielt werden zunächst vier Schnellpartien 25+10´ (jeweils 10min Pause zwischen den einzelnen Partien); sollte es dann 2:2 stehen, folgen noch jeweils zwei Blitzpartien 5+3´ in maximal fünf Durchläufen (also insgesamt maximal 10 Blitzpartien). Sollte es dann immer noch unentschieden stehen, folgt eine finale Armageddon-Blitzpartie, in der Weiß 1 Minute mehr Grundzeit erhält, diese Partie dann aber gewinnen muss (wer dabei Weiß/Schwarz erhält, wird hier unmittelbar davor ausgelost)

 

Viel Kurzweil und Spannung!

 

[Nachtrag 01.12. 22:15]  Das WM-Match ist inzwischen Geschichte; Weltmeister Magnus Carlsen konnte sich bereits in den Schnellpartien letztlich doch souverän durchsetzen und so entsprechend seinen Titel verteidigen (wäre aber auch irgendwo allzu tragisch gewesen, am eigenen Geburtstag den Titel zu verlieren)!

Wer das Tiebreak nicht mitverfolgen konnte oder wollte (schließlich ging das ja bei uns zu nachtschlafener Zeit erst zuende), kann sich beispielsweise hier eine viertelstündige Zusammenfassung zu Gemüte führen: https://www.youtube.com/watch?v=GuTQhsInFrQ

Zumindest den letzten Partiezug, der zu diesem Gesamtevent einen wunderbaren Schlusspunkt setzte, sollte man sich doch angeschaut haben!

Aktualisiert ( Donnerstag, den 01. Dezember 2016 um 23:29 Uhr )
 
Erste Partieanalyse zum vierten Verbandsliga-Spieltag nun online PDF Drucken E-Mail
  
Dienstag, den 29. November 2016 um 02:12 Uhr

Wie gewohnt in der Rubrik "Partieanalysen" ist nun eine Darstellung der Geschehnisse in der begegnungsentscheidenden (sowie dramatischen und spektakulären) Partie am Spitzenbrett für jedermann einsehbar

[30.11 01:09: nunmehr ergänzt um die Darstellung unserer zweiten "Wackel-Gewinnpartie" an Brett 6]

Aktualisiert ( Mittwoch, den 30. November 2016 um 02:10 Uhr )
 
Werner Junger ist Vereinsmeister 2016 PDF Drucken E-Mail
  
Sonntag, den 27. November 2016 um 18:04 Uhr

Bei vier Teilnehmern wurde ein Schnellturnier mit zwei Partien gleichzeitig gespielt. Topfavorit Bernd Grill tat sich bereits in der 1. Runde gegen Uwe Bucher schwer, beide Punkte einzufahren, obwohl es ihm letztlich gelingen sollte. In der 2. Runde gab er dann einen von zwei Punkten gegen den überraschend stark auftrumpfenden Nikola Karacic ab. Vor dem Duell gegen Werner Junger hatte der Herausforderer also einen Punkt Vorsprung, da dieser seine vier Partien zuvor alle gewinnen konnte. Bernd Grill benötigte also aus den letzten zwei Partien anderthalb Zähler, um zu egalisieren und den direkten Vergleich zu gewinnen.

Die Vorzeichen standen nach einigen Minuten gar nicht schlecht: in seiner Schwarzpartie konnte er nach Rückgabe eines gewonnenen Bauern die Partie in eine sehr remisverdächtige Stellung abwickeln. Anstatt jedoch einfach Remis zu bieten, versuchte er die Stellung übers Knie zu brechen und stellteschließlich eine Figur ein. Völlig entnervt ließ er auch noch die andere, klar gewonnene Stellung nach einer folgenschweren Halluzination entgleiten und verlor auch die zweite Partie.

Im Endergebnis gelang Werner Junger somit der Durchmarsch mit 6 Punkten aus 6 Partien. Die weiteren Plätze belegten Bernd Grill (3), Nikola Karacic (2) und Uwe Bucher (1).

Bernd Grill

 
Erneut Sand im Getriebe PDF Drucken E-Mail
  
Sonntag, den 27. November 2016 um 17:54 Uhr

Verbandsliga Süd 2016/17   Runde 4:

SV Ebersbach - SV Reutlingen   5:3

 

Das Ergebnis könnte im ersten Moment vermuten lassen, dass es sich endlich einmal um eine starke und ansprechende Leistung des Teams handelte. Da der Gast aber für uns eher überraschend ohne professionelle Verstärkung und darüberhinaus zu siebt antrat, war die Favoritenrolle ganz klar bei unserem Team. Was wir daraus machten, war - wie schon so oft in dieser Saison - in erster Linie glücklich und vor allem wenig souverän.

Kurios erscheint, dass die Gäste Brett 2 frei ließen, da ihr Spieler anscheinend die Anreise aus Berlin nicht rechtzeitig geschafft hatte. "Unserem" Berliner Michael Rupp gelang dies zum Glück, so dass wir schnell kampflos mit 1:0 in Führung gingen. Wenn wir das gewusst hätten, dann hätte diese Partie genauso gut in Berlin gespielt werden können ...   Den Vorsprung baute Michael Mehrer mit einem nie gefährdeten Sieg an Brett 7 nach knapp zwei Stunden aus - im Gegensatz zu manch anderer Partie spielte er diesmal grundsolide und zeigte dem Gegner die Grenzen auf. Dann tat sich lange Zeit nichts, bis die Partie von Ralf Warthmann an Brett 4 remis ausging. In einer ziemlich scharfen Caro-Kann-Variante tauschten sich dann doch relativ viele Figuren zum ungefähren Gleichgewicht ab. An Brett 3 gab es ebenfalls ein Remis, allerdings unter anderen Vorzeichen: Dietmar Kessler hatte zunächst eine ordentliche Stellung erlangt, aber danach komplett den Faden verloren. Das Remisangebot des Gegners wurde dankend angenommen. Wie sich später herausstellte, war der Zug, mit dem das Remisangebot verbunden war, zum Glück eine schwächere Wahl. Nach einem andere Zug hingegen wäre die Stellung schnell auseinander gefallen. Danach ging die Partie an Brett 8 verloren, wonach der Gesamtsieg angesichts dreier noch laufender Partien, die allesamt wenig attraktiv standen, noch keineswegs in greifbarer Nähe war. Uli Junger leistete sich an Brett 6 einige positionelle Sünden und hatte Mühe, seine Stellung zusammenzuhalten. Nachdem er einige aktive Figuren des Gegners doch abtauschen konnte, machte plötzlich ein eher unscheinbarer Freibauer doch das Rennen und bürgte für den glücklichen Sieg.

In noch weit höherem Maße trifft dies auf die Partie am Spitzenbrett zu: nachdem er aus der Eröffnung heraus eine Stellung ohne jedes Problem erreichte, verpasste Bernd Grill einen superben Zug und schlitterte stattdessen unmerklich in eine immer schlechter werdende Stellung. Nach einigen Kraftzügen des Gegners stand Weiß auch auf Gewinn. Zeitnot war allerdings noch nie ein guter Ratgeber, und so kam es wie es kommen musste: in scheinbar aufgabereifer Stellung erspähte Bernd eine unglaubliche Riposte, in die der fast schon bedauernswerte Gegner (mit nur noch anderthalb Minuten plus Bonus auf der Uhr) prompt hineinlief. So entstand eine unglaubliche Stellung mit Dame gegen Turm, in der ein zwei Felder vom Umwandlungsfeld entfernter Freibauer trotzdem nicht am Durchmarsch gehindert werden konnte. Anstatt die letzte Chance zu nutzen und mit einer Minusqualität noch zu kämpfen, klappte der geschockte Gegner schnell zusammen und musste umgehend die Segel streichen. Wie schon in der Runde zuvor hing das Schicksal des Matches erneut am Spitzenbrett. Dieser eminent wichtige Sieg zementierte den Mannschaftssieg, so dass die nach langem Kampf verlorene Partie an Brett 5 zum Glück nicht mehr ins Gewicht fiel.

Die gute Nachricht ist, dass der SVE mit nunmehr sechs Zählern nach wie vor oben mitmischen darf. Weiterhin stimmt uns die Tatsache optimistisch, dass dies der letzte Kampf im Jahr 2016 war. Im neuen Jahr kann es eigentlich nur besser werden. Die schlechte Nachricht ist, dass ein stärkerer Gegner heute mit uns kurzen Prozess gemacht hätte. Zum Ausklang des Jahres tritt der SVE am kommenden Samstag noch im Viererpokal bei Pfullingen an.

Bernd Grill

Aktualisiert ( Montag, den 28. November 2016 um 02:23 Uhr )
 
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