Schachverein Ebersbach e.V.

Spiel- und Turnierberichte
Vellmar Runde 6: ein einziger Fehltritt genügte ... PDF Drucken E-Mail
  
Sonntag, den 16. Juli 2017 um 11:49 Uhr

Ja, manchmal ist Schachspielen (fast) so brutal wie Bergsteigen: man machte zuvor viele, mitunter auch weitaus schwierigere Schritte (bzw. Züge) richtig (und verteidigte so z.B. erfolgreich die Hehn-Oni-Zitadelle gegen noch größeres Kaliber) - und nur ein einziges Mal nicht gänzlich aufgepasst  ...

 

... Wie schon wiederholt davor in diesem Turnier eigentlich wieder ziemlich gut in die Partie gekommen, beschränkte sich Hartmut wieder mit den schwarzen Steinen gegen einen von der Papierform her eine ganze Ecke stärkeren (Viel-)Spieler diesmal nicht nur wie rundens zuvor darauf, sich nach Rehakles-Manier "hinten reinzustellen", sondern bemühte sich darum, selbst aktiv zu werden und so das Turnierglück selbst aktiv zwingen zu wollen. In dessen Zuge entschloss er sich dann schließlich zur Umsetzung eines - wie sich letztlich dann auch zeigte - riskanteren Spielplans bzw. Pfades, der aber durchaus gangbar gewesen wäre, aber eben wirklich ganz schmal gewesen ist. Ein Tritt (der dabei so absolut naheliegend und folgerichtig aussah) nicht richtig gesetzt genügte dann bereits zum umgehenden (Partie-)Absturz, da unser SVE-Protagonist einen tückischen taktischen (Stein-)Schlag übersehen hatte, den sicherlich durchaus auch so manch andere starke Spieler hätte übersehen können, nach dem der Ofen dann schnell aus war.

 

Das ist natürlich doch etwas tragisch und auch bitter, wenn man bereits in der vorletzten Runde befindlich zuvor 80% der Punkte geholt hatte und dann bereits nach 23 Zügen als wahrscheinlich einer der ersten den Turniersaal mit leeren Händen zu verlassen hat. Da Hartmut nun mit dieser doch etwas frustrierenden Niederlage im Hinterkopf nun noch rund fünf Stunden hätte totschlagen müssen vor der an und für sich um 15:00 Uhr noch anstehenden Schlussrunde, er aber auch noch einen langen Nachhauseweg hat und morgen auch wieder früh auf der Arbeitsmatte zu stehen hat, entschloss sich unser zur Stunde wohl auch noch etwas frustrierte Held dazu, sich vom Turnier nun bereits abzumelden (zumal mit seinem Ausscheiden die Teilnehmerzahl im A-Open nun auch gerade wird) und sich auf den Nachhauseweg zu machen, wofür er sich insbesondere auch bei den mitfiebernden Sympathisanten entschuldigen möchte!

Mit dem schließlich daraus resultierenden Zweidrittel-Erfolgsscore von 4/6 gegen von der Papierform her überwiegend stärkere Gegnerschaft [Nachtrag 23:45: wie der Turnierseite mittlerweile zu entnehmen ist, entspricht dies einer Elo-Performance von 2271] kann Hartmut an und für sich letztlich dennoch sehr zufrieden nach Hause fahren, hat er doch auch wiederholt zu beweisen vermocht, dass er selbst als mittlerweile Ü50 selbst mit Konkurrenz von Oberliganiveau immer noch ganz gut mitzuhalten vermag.

 

Bereits in rund drei Wochen wird Hartmut aber schon wieder an einem anderen Open an den Start gehen, für das er sich bereits vor geraumer Zeit angemeldet hat. Um einige Spielpraxis und Erfahrung reicher darf man sicherlich gespannt sein, ob Hartmut dann wieder für einiges Aufsehen sorgen kann, wie ihm dies die letzten Tage geglückt ist.

[die unglückliche Niederlage der aktuellen Runde soll dennoch noch bald nachgereicht werden, zumal Hartmut bis zum entsprechenden tragischen Zeitpunkt auch in dieser Partie eine gute Leistung abgeliefert hatte]

[Nachtrag 21:40: so: die Partie ist nun soweit fertig kommentiert! Vielleicht sollte der Berichterstatter nach nochmaliger eingehender Analyse sich insofern ein bisschen revidieren, dass wirklich nur "ein einziger Fehltritt" den Ausgang der Partie entschieden habe; jedenfalls sollte das nicht im Sinne von "ein einziger Zug" verstanden werden, denn ein bisschen war unser in dieser Partie etwas unglücklich agierende Protagonist mit dem einen oder anderen Zug schon auch darauf zugesteuert. Wie auch immer; der werte Leser kann das nun gleich ja selbst bewerten ...]

Aktualisiert ( Sonntag, den 16. Juli 2017 um 23:46 Uhr )
 
Vellmar Runde 5: die "Hehn-Oni-Festung" wankte, aber fiel nicht !! PDF Drucken E-Mail
  
Samstag, den 15. Juli 2017 um 20:36 Uhr

Mein lieber Scholli, das war aber ziemlich starker Tobak, den unser offenbar einigermaßen schmerzfreie Schachathlet heute Abend dem Nordligagenossen da auftischte und seinen online die Live-Übertragung verfolgenden Sympathisanten da zumutete! Fast könnte man meinen, Hartmut hätte aus Versehen die Massagefunktion seines Premiumsessels aktiviert; der Berichterstatter jedenfalls war recht froh, zuhause auf seinem Discount-Holzstuhl zu sitzen als vermeindlich komfortabler gebettet auf Hartmuts vier Buchstaben zu sitzen und die dabei widerfahrene Behandlung zu genießen.

 

Wäre das ganze Schauspiel ein Fußballspiel gewesen, hätte man wohl von typisch italienischem `Catenaggio` gesprochen, und zwar wohl der massiveren Sorte. Vielleicht hat ja Hartmut auch nur den einen oder anderen Maurermeister in seiner jüngeren Ahnenreihe; es war jedenfalls ziemlich zäher Mörtel, den er da anrührte und aufs Brett brachte, doch der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel. Letztlich verlief die Partie entsprechend wohl ziemlich genau so, wie unser Schachathlet sich das zuvor so ungefähr ausgemalt hatte. Der Berichterstatter möchte aber dennoch warnend den Zeigefinger heben: das von ihm praktizierte Konzept ist sicherlich nicht für jedermann das richtige; man muss wohl schon ziemlich leidensfähig und tough sein, um aus sowas psychisch unbeschadet rauszukommen (also insbesondere nicht geeignet für Jugendspieler) ! ^^

Entsprechend spielte Hartmut gegen FM Schnepp´s zu erwartenden 1.d4-Aufschlag das, was er dabei zuvor telefonisch gegenüber dem Berichterstatter bereits mit einiger Entschlossenheit angekündigt hatte: an "Ben-Oni" (was ja übersetzt "Sohn des Leides" bedeutet) bzw. eben "Hehn-Oni" sollte sich der klare Favorit letztlich die Zähne ausbeißen! Und was soll der Berichterstatter konstatieren?! Genau dieses Kalkül ist letztlich aufgegangen, wenngleich davor also erst mal entsprechend der Eröffnungswahl für die eine oder andere Stunde "leiden" und Entsagung angesagt war; ohne eine gewisse Sadomaso-Veranlagung der devoten Art kann man wohl nur schwerlich Gefallen daran finden, was da unser Hobby-Märtyrer sich und seinen Groupies da zugemutet hat!

 

Zwar zeigte sich der recht renommierte Kontrahent auch erst mal sichtlich überrascht und überlegte entsprechend bereits annähernd eine Viertelstunde über seinen dritten Zug (es war also doch kein Übertragungsabbruch, wie der Berichterstatter und vielleicht auch manch anderer fast schon vermutete), was wohl darauf hindeutete, dass der unter österreichischer Flagge spielende Kontra(-)he(h)nt mit dieser in der Tat selten gesehenen Eröffnung wenig vertraut war. Letztlich muss man allerdings konstatieren, dass sein Rezept nicht so ganz übel war und es ihm in der Folge tatsächlich gelungen ist, spürbaren Druck auf die gegnerischen Verteidigungsmauern aufzubauen, während Hartmut sich darauf beschränkte, sich im eigenen Lager zu verschanzen ähnlich eben einer Fußballmannschaft, die sich gegen einen klaren Favoriten zu behaupten hat und sich dazu massiv hinten reinstellt, um auf das Beste zu hoffen. Insofern fühlte sich der mitfiebernde Berichterstatter bald doch ziemlich an Hartmuts Partie gegen den tschechischen GM Petr Haba erinnert (der Berichterstatter berichtete seinerzeit darüber in der Rubrik "Partieanalysen", wenn er sich nicht sehr täuscht), wo Hartmut vor ein paar Monaten in einem anderen Openturnier in ähnlich defensiver Manier sich zwar lange Zeit zu behaupten wusste, der Favorit dann aber doch noch den Schlüssel fand, um den "Hehn-Oni-Aufbau" zu knacken. Insofern argwohnte der Berichterstatter eine Duplizität jener Ereignisse, zumal Hartmut die eine oder andere Chance verstreichen ließ, eine durchaus mal mögliche Ausfallsaktion zu starten, um sich stattdessen auf die Sicherung der internen Reihen zu versteifen. In dessen Zuge gelang es dem schwäbischen Österreicher (bzw. wahlweise österreichischen Schwaben) zwar gar nach vorheriger Verdoppelung seiner Schwerfiguren, auf der b-Linie ins gegnerische Lager einzudringen, verhedderte sich dann aber in einem Scharmützel an den die Eindringlinge schon erwartenden Verteidigern, in dessen Zuge sich schließlich alle Angreifer gegen adäquate Verteidiger abtauschten, bis letztlich nur noch jeweils ein Springer- und Läuferpaar sowie recht verschachtelte Bauern übrig blieben, wonach Hartmut aus dem Gröbsten raus war. In dieser finalen Figurenkonstellation versuchte der Kontrahent zwar noch eine Weile lang, vom typischen rückständigen Benoni-Achillesfersen-Bauer zu profitieren und etwas Zählbares zu erreichen, doch Hartmut agierte sicher und nun zunehmend aktiver, so dass er im 59.Zug seine Gewinnbemühungen einstellte und dem Anschein nach doch mit einem leichten Anflug an Zerknirschung selbst einen Waffenstillstand anzubieten.

 

Noch immer also ungeschlagen kann unser "Festungsbaumeister" nun bereits zwei Runden vor Turnierende auf die beeinruckende Erfolgsbilanz von 4/5 blicken, womit Hartmut hinter drei Spielern, die gar 4,5/5 geschafft haben, punktgleich mit dem lettischen Turnierfavoriten GM Viesturs Meijers nach Buchholzwertung weit vor seiner Vorab-Setzlisteneinstufung auf einem tollen fünften Rang liegt. Da bleibt aus SVE-Perspektive zu hoffen, dass Hartmut nicht dasselbe widerfährt wie erst kürzlich Vereinskamerad Bernd Grill beim Open in Erlangen, der mit derselben Bilanz ebenso furios loszulegen vermochte, um dann in den beiden Schlussrunden gegen freilich starke Gegner sein Punktekonto leider nicht mehr weiter aufstocken zu können.

Nachdem inzwischen nun die Auslosung für die Vorschlussrunde online ist, kann man jedoch wohl berechtigte Hoffnung hegen, dass es ganz so heftig nicht kommen muss. Entgegen der insgeheimen Befürchtung wird Hartmut nun nicht gegen den Setzlistenersten spielen müssen (farblich hätte es jedenfalls gepasst), sondern an Brett fünf nochmals mit Schwarz gegen den Setzlistenachten Patrick Chandler (SC Nied), der mit Elo 2206/DWZ 2160 zwar ein starker, aber nicht übermächtiger Gegner sein sollte, wie Hartmut jüngst nun bereits mehrfach zu beweisen wusste.

Bleibt noch darauf hinzuweisen, dass es morgen bereits um 9 Uhr losgeht und vielleicht auch gleich, den Link für die direkte Übertragung Hartmut´s Partie zu setzen: https://chess24.com/en/watch/live-tournaments/vellmar-chess-days-2017/6/1/5

 

[Nachtrag 16.07. 11:40: nun nachfolgend noch das geschilderte Verteidigungsepos ...]

Aktualisiert ( Sonntag, den 16. Juli 2017 um 23:36 Uhr )
 
Vellmar Runde 4: Hartmut hält sich an großzügigem Geschenk schadlos PDF Drucken E-Mail
  
Samstag, den 15. Juli 2017 um 13:37 Uhr

Sollte SVE-Athlet Hartmut Hehn am gestrigen Abend tatsächlich einen halben Punkt verloren haben (der Berichterstatter zumindest hat dieses Gefühl nach wie vor), so passt anbetrachts des heutigen Spielverlaufs die Bilanz nun wieder!

Eigentlich hatte sich der Berichterstatter dieses Mal schon fast ein wenig gewundert, dass die beiden Kontrahenten die recht bald schon doch etwas tröge wirkende Stellung noch weiter bearbeiteten; da schien zumindest einer von den beiden entweder (weswegen auch immer) recht optimistisch gestimmt gewesen zu sein, oder den anderen vielleicht noch irgendwie mürbe kriegen zu wollen (vielleicht ein Carlsen-Fan?!).

Wie der Berichterstatter inzwischen weiß, war diese optimistische Frohnatur NICHT Hartmut, denn der hatte zwischenzeitlich (und diesmal zumindest völlig zurecht) ein Remisangebot unterbreitet, das der von der Papierform her nicht ganz 100 DWZ-Punkte besser geratete Gegner aber nicht annehmen wollte. Hartmut mailte entsprechend posthum mit dem Schalk im Nacken, dass man da ja jetzt sehen könne, was passieren kann, wenn man zu viel möchte ...

... Was war also passiert? Der Berichterstatter hatte die Angelegenheit an Brett acht ja eigentlich schon gedanklich abgehakt und war entsprechend davon ausgegangen, in Bälde wieder "1/2:1/2" eingeblendet zu sehen, doch als er nach ein paar Minuten dann wieder auf den Übertragungsbildschirm schaute, prangte da zu dessen ziemlicher Verblüffung stattdessen "+68" ! ^^

Der erste Gedanke war, dass er wohl vorhin noch irgendeine blödsinnige Variante eingegeben hatte (bei chess24-Übertragungen kann man solche nämlich der aktuellen Brettstellung hinzufügen), doch da war ...keine! Stattdessen war in der nachfolgenden Brettstellung [DIA li.] der Zug 38...Dc8 [DIA re.] eingeblendet (sowie über dem Brett "0" und drunter "1") ! ^^

Wenn der Leser nun meinen sollte, dass der Berichterstatter da wieder dusselig irgendwas durcheinander gebracht haben muss ... tatsächlich ...

... MITNICHTEN!!

Der Dussel (oder wohl trefflicher "Unglücksrabe") war tatsächlich ein anderer - und der saß Hartmut genau gegenüber! Hartmut dürfte wohl auch einigermaßen verblüfft aus seiner Wäsche aufs Brett geschaut haben angesichts der "frei schwebenden Jungfrau", die ihm da präsentiert wurde, war dann aber letztlich dann doch so frei, die einfach abzugreifen - wonach der Spielpartner verständlicherweise einigermaßen konsterniert dreingeschaut haben soll.

Der Berichterstatter kann sich nicht entsinnen, schon mal dermaßen üppig beschenkt worden zu sein (jedenfalls nicht beim "Langsam-Schach"). Wie sieht das beim werten Leser aus? ^^. Da muss man dann nun wohl fast die Befürchtung hegen, dass das von Schachgöttin Caissa ihrem SVE-Jünger gespendete Glückskontingent nun bereits annähernd aufgebraucht sein dürfte und dieser entsprechend nun wieder hart arbeiten muss, um auf Kurs zu bleiben. Oder gibt´s sowas womöglich (weswegen auch immer) auch mal im Abo? ^^

 

[Nachtrag 14:45] Allzu einfach dürfte die Aufgabe nun jedenfalls wohl kaum werden, denn mit der Nummer drei der Setzliste kommt es nun weit nördlich des Spätzlesäquator zum Württembergischen Verbandsliga-Duell "Nord vs. Süd" mit FM Gunnar Schnepp (SK Lauffen, ELO 2348 / DWZ 2326), in der unser SVE-Protagonist eine klare Außenseiterrolle einnimmt, die er dennoch zu nutzen versuchen wird. Bei diesen nominellen Kräfteverhältnissen muss man aus SVE-Perspektive wohl fast schon hoffen, dass Caissa vielleicht ja doch auf eine richtige Affäre und nicht nur lediglich einen One-morning-stand aus ist!?

 

Nachfolgend noch der Link auf die Übertragung von Hartmut´s Württembergischen Duell an Brett 2, das bereits jetzt um 15 Uhr steigt:

https://chess24.com/en/watch/live-tournaments/vellmar-chess-days-2017/5/1/2

Aktualisiert ( Samstag, den 15. Juli 2017 um 18:09 Uhr )
 
Vellmar Runde 3: Hartmut begnügt sich mit Remis PDF Drucken E-Mail
  
Freitag, den 14. Juli 2017 um 21:48 Uhr

In der heutigen Abendrunde hat unser Teilnehmer Hartmut Hehn wie die Runden zuvor wieder sehr viel richtig und nur ziemlich wenig falsch gemacht. Sicherlich könnte man, wenn man allein auf die Ratingzahlen schaut, zufrieden mit dem letztlichen Partieausgang sein, doch wenn man den Partieverlauf berücksichtigt, muss man letztlich wohl eher von einem verlorenen als einem gewonnenen halben Punkt sprechen. Entsprechend gefiel jedenfalls dem Berichterstatter am wenigsten an der ganzen Partie, am Ende "1/2-1/2" auf dem Bildschirm der Liveübertragung zu sehen in der folgenden Stellung, in der Hartmut Schwarz hatte und nach 45...a6 remis geboten hatte (was der Gegner vermutlich ziemlich rasch annahm).

 

Der Protagonist ließ inzwischen wissen, dass er sich (O-Ton) "platt gefühlt" habe (am Vormittag hatte er in der Tat recht lange zu spielen), die Gewinnaussichten aber auch nicht allzu hoch einschätzte. Entsprechend verspürte er dann nicht die Motivation, die Partie noch weiterführen zu wollen. Damit der Leser die Angelegenheit besser bewerten kann, sollte wohl noch darauf hingewiesen werden, dass für jeden Zug 30 Sekunden Inkrement gutgeschrieben werden.

 

In der morgen Vormittag um 10 Uhr beginnenden vierten Runde spielt Hartmut nun mit den weißen Steinen an Brett 8 gegen Rüdiger Nickel (SK Dinkelsbühl, Elo 2157 / DWZ 2066)

[Nachtrag: 10:08.: nachfolgend der direkte Link auf die vor wenigen Minuten gestartete Live-Übertragung von Hartmuts vierten Partie: https://chess24.com/en/watch/live-tournaments/vellmar-chess-days-2017/4/1/8 ]

Aktualisiert ( Samstag, den 15. Juli 2017 um 10:10 Uhr )
 
Vellmar Runde 2: Hartmut gewinnt erneut ... PDF Drucken E-Mail
  
Freitag, den 14. Juli 2017 um 15:47 Uhr

...nach zwischenzeitlichen Irrungen und Wirrungen

 

Meine Güte - was für eine Partie! Der Berichterstatter hatte ja bereits in seinem vorigen aktuellen Hinweis auf die Live-Übertragung darauf hingewiesen, dass unser Protagonist Hartmut Hehn gut zu stehen gekommen war, nachdem er die Eröffnung für seine Verhältnisse noch einmal ziemlich gut hingekriegt hatte. Zwar fand Hartmut heute nicht ganz so oft wie gestern immer die allerbesten Möglichkeiten, doch da dies auch für den von der Papierform her noch eine ganze Ecke stärkeren Gegner galt, konnte Hartmut einigen Vorteil wahren - ja, bis er mit dem Erreichen der Zeitkontrolle im 40.Zug mit dem offensichtlichsten Zug, den wahrscheinlich neun von zehn Spielern auch gezogen hätten, seinen Vorteil verlor.

Wie es dann so oft ist, verstärkte sich der negative Stellungstrend im Zuge der einen oder anderen Ungenauigkeit weiter. Da zu diesem Zeitpunkt bereits nur noch wenige Partien liefen und diese am dritten Brett am weitesten vorne, hatte sich offenbar zwischenzeitlich eine größere Ansammlung an Kibitzen rund ums Brett geschart, womit der äußerlich um Coolness bemühte gegnerische Favorit offenbar weniger gut klar kam als unser SVE-Protagonist. Im 68. Zug ließ der Gegner wohl eine Gewinnfortsetzung aus, wonach die die Übertragung begleitende Engine zunächst ziemlichen Gleichstand signalisierte. Schon bald darauf manövrierte aber der Kontrahent dann mit seinem verbliebenen Turm derart unglücklich, dass Hartmut plötzlich seinen verbliebenen h-Bauern voranpreschen lassen konnte, dem der Gegner wohl ob seines als Einzelbauer vermeindlich bereits besiegelten Schicksal des Verlustes bereits nicht mehr wirkliche Beachtung geschenkt hatte, der dann aber für den Gegner wohl schockierend nicht mehr aufzuhalten war. Der Gegner verband ein Turmschach noch mit einem Remisangebot, doch Hartmut ließ sich nicht mehr ins Bockshorn jagen, hatte er da doch bereits bemerkt, dass er auf weitere Turmschachs letztlich mal seinen Läufer dazwischenziehen hätte können, wonach der Durchmarsch des eigenen Freibauern endgültig gesichert gewesen wäre. So fand die Partie dann letztlich doch noch ihren verdienteren Sieger, denn Hartmut hatte die Partie doch über längere Zeit hinweg kontrolliert und bestimmt.

 

In der nun um 16 Uhr gestarteten dritten Runde muss Hartmut nun erstmals mit Schwarz agieren, wobei er mit Dirk Viebahn (SC Mühlheim, ELO 2164/DWZ 2125) zwar wieder einen von der Papierform noch stärkeren, aber auch nicht besseren Gegner als zuvor zugelost bekommen hat. Auch diese an Brett vier stattfindende Partie wird wieder live übertragen und in WM-tauglich ausschauenden "Premium-Sesseln" absolviert, die an den vordersten zehn Brettern platziert sind.

Nachfolgend noch der Link zur neuerlichen Live-Übertragung der Partie unseres SVE-Protagonisten: https://chess24.com/en/watch/live-tournaments/vellmar-chess-days-2017/3/1/4

[Nachtrag 15.07. 0:05 Uhr] nun noch in kommentierter Form die ereignisreiche und dramatische Partie unseres SVE-Protagonisten der zweiten Runde ...

Aktualisiert ( Samstag, den 15. Juli 2017 um 00:32 Uhr )
 
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