+ EILMELDUNG + Nils Wurmbauer schlägt beim Int. Deizisauer Herbstopen den Turnierfavorit und wahrt 100%-Score!

Eigentlich hatte der Berichterstatter ja geplant, erst nach Turnierende etwas Entsprechendes zu verfassen, aber angesichts des aus unserer Vereinsperspektive bislang sensationellen Verlaufs im A-Turnier des Deizisauer ’20. Internationalen Herbstopen‘ juckte es ihm inzwischen doch allzu sehr in den Fingern, nun bereits tätig zu werden …

 

Unser bis dato Turnierheld vor Beginn der Startrunde

Seit vorigen Freitag versucht Nils Wurmbauer als einziger Teilnehmer unseres Vereines, dort in Deizisau unter 129 Teilnehmern im A-Turnier als nominelle Nr.14 der Setzliste unsere Vereinsfarben hochzuhalten – und was soll man sagen?! Er tut das bislang dermaßen gut, wie das wohl nicht mal in den kühnsten Träumen zu erwarten war!

 

Insgesamt sind sieben Runden zu absolvieren. In den ersten beiden Runden bekam es Nils, selbst ja noch nicht der Allerälteste (Jg.`05), mit noch deutlich jüngeren aufstrebenden Gegnern zu tun. In der Startrunde saß ihm Letong Zhong (Stuttgarter SF, Jg.´11) gegenüber. Nils kam schon bald deutlich in Vorteil, den er aber nach einem Fehlzug fast vollständig einbüßte. Nach entsprechendem Berappeln das Ganze nochmals reloaded; dann also quasi im dritten Anlauf hat´s dann aber doch noch recht komfortabel gereicht, den ganzen Punkt einzufahren. In Runde 2 saß ihm ein genauso junger Gegner gegenüber in Form von Simon Fischermann (SG Porz), der 2025 Deutscher U14-Meister geworden war! Obwohl also mit noch mehr Meriten versehen als der Startrundengegner schwächelte Nils hier zu keiner Zeit; der Vorteil wurde kontinuierlich größer, bis der junge Gegner schließlich gar in einem unwiderstehlichen Königsangriff unterging … https://share.chessbase.com/SharedGames/share/?p=L6nPQmNxYIwwAScsfmoVnoDqonG0x6Lm/RBU0H0Nx5fehIiBCu69Nuj9HCuOA9QB

Nach diesem optimalen Start wartete in Runde drei nun erstmals ein älterer Gegner, von der nominellen Form her auf annähernder Augenhöhe befindlich. Wahrscheinlich im Bestreben, eine zu tröge Stellung ohne Gewinnchancen zu vermeiden (so jedenfalls der Eindruck des Berichterstatters), geriet Nils aber im frühen Mittelspiel auf die schiefe Bahn, zumal der Gegner zunächst optimal reagierte. In der Folge hatte Nils objektiv betrachtet hier und da dann enormes Glück, dass der Visavis nicht immer die besten Züge fand. Der letztliche Wendepunkt der Partie war dann HIER erreicht … https://share.chessbase.com/SharedGames/share/?p=L6nPQmNxYIwwAScsfmoVng8zQoapKa2Yp/pphPlgaCmypxjGWrIubZdRz6KmM972

 

Nach diesem doch sehr schmeichelhaften dritten Sieg wartete nach dem Hattrick natürlich dann in Runde 4 ein richtiges Kaliber – und mit dem Setzlisten-Ersten IM Jonathan Carlstedt (SK Marmstorf GW Harburg) war da quasi DIE Nagelprobe schlechthin zu erwarten, dem Nils nun noch einmal wie zuvor gar mit den schwarzen Steinen zu begegnen hatte.

Der Berichterstatter weiß nicht, ob und inwieweit es etwas damit zu tun hatte, dass Nils auf das vom Turnierfavoriten praktizierte ‚Londoner System‘ vielleicht vorbereitet war (jedenfalls ließen jüngere Partien dessen Anwendung durchaus erwarten, die der Berichterstatter dem Protagonisten vorab noch zukommen ließ). Nils spielte jedenfalls eine astreine Eröffnung, wobei es dem klaren Favoriten zu keiner Zeit gelang, irgendwelchen konkreten Vorteil zu erlangen. Obwohl sich während der Partie zunehmend Kiebitze um das Brett des „Ebersbacher Überraschungsmannes“ scharten, ließ sich Nils nicht nervös machen; vielmehr war es der Favorit, der irgendwann immer öfter beim Kopfschütteln bemerkt wurde, wie unsere Vereinskiebitze vor Ort berichteten. Das kam nicht von ungefähr, denn letztlich spielte Nils wohl heute Vormittag DIE Partie seines Lebens bzw. bisherigen Schachlaufbahn – ohne jede Fehler oder irgendwelche „Wackler“ , wie das einem Schächer nur seltenst gelingt! Letztlich konnte der Turnierfavorit dem Vorrücken des Wurmbauer´schen Freibauer nichts entgegensetzen – alles HIER von Anfang an nochmals anzuschauen … https://lichess.org/broadcast/20-int-deizisauer-herbstopen-2026/round-4/YuNkhcPl#boards

Unser Protagonist gegen den Turnierfavoriten am Spitzenbrett

Nach diesem sensationellen Erfolg ist Nils bis dato einer von nur noch drei Spielern, die bislang eine blütenreine Weste zu wahren vermochten. Zur Stunde spielt Nils gegen den einzigen Großmeister im Feld, der einen halben Punkt zurückliegt. Sicherlich hat GM Spyridon Skembris (SC Grunbach) seinen Leistungszenit schon deutlich überschritten, aber er verfügt als altgediente Koryphäe natürlich über einen immensen Erfahrungsschatz (man führe sich entsprechend nur DAS mal zu Gemüte … https://de.wikipedia.org/wiki/Spyridon_Skembris)

Man darf also neuerlich sehr gespannt sein, wie sich unser Prodigy nun in Runde 5 gegen den (mit Verlaub) alten megaerfahrenen Haudegen zu behaupten vermag – alles HIER (wie üblich mit etwas Zeitverzögerung) zur Stunde noch mitzuverfolgen … https://lichess.org/broadcast/20-int-deizisauer-herbstopen-2026/round-5/MMOmr1cU/jKCjrbt5

[Teilnehmerliste (von der sich auch weitere Daten wie Rundenergebnisse und Einzelleistungen aufrufen lassen): https://s3.chess-results.com/tnr1525564.aspx?lan=1&art=0&SNode=S0 ]

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