Pflichtaufgabe im Viererpokal zum Jahresauftakt gelöst

Viererpokal Neckar-Fils 2025/26   Viertelfinale:
SVE   –   SF Springer Rottenburg   4:0

Zur Abwechslung bescherte uns das Los im Viererpokal zum Auftakt mal wieder ein Heimspiel gegen einen unterklassigen Gegner. Der Vertreter der Kreisklasse Reutlingen/Tübingen hatte in unserer Vereinshistorie noch nie gegen uns gespielt, bot aber so ziemlich das Beste auf, was sie zu bieten hatten.

Dennoch machte sich der große Unterschied in der Spielstärke speziell in unseren Weißpartien rasch bemerkbar. So profitierte Nils Wurmbauer (2) rasch von der mangelnden Theoriekenntnis seines Gegners in einem scharfen Aufbau, was schon bald einen Bauernverlust für diesen nach sich zog, ohne dass Nils‘ Initiative versiegt wäre. Weitere schwache Bauern sollten schon bald fallen, was dem SVE die rasche Führung einbrachte. Auch Werner Junger (3) hatte mit seinem Gegner, der die Eröffnung zu passiv angelegt hatte, wenig Mühe und konnte die Partie nach einem gegnerischen Fehlzug rasch zu seinen Gunsten beenden.

Insgesamt wehrten sich die Gäste tapfer, aber letztlich vergeblich

Die nominell stärksten Gegner spielten aber an den Brettern mit den weißen Steinen, weshalb sich die finale Entscheidung noch eine ganze Zeit hinauszögerte. Jan Hoyler (4) bekam schon früh ein unsolides Figurenopfer von seinem Gegner vorgesetzt, fand aber die Widerlegung nicht und musste sich lange seiner Haut erwehren. Erst dank weiterer gegnerischer Ungenauigkeiten bekam er die Lage allmählich in den Griff und siegte nach einigen Abenteuern letztlich doch noch. Bernd Grill (1) kam ohne Probleme aus der Eröffnung, hatte aber einmal Glück, dass sein Gegner die gut getarnte Widerlegung eines Fehlzugs nicht fand. Danach bekam er das Geschehen immer besser in den Griff und brachte die Partie mit einem spektakulären doppelten Turmopfer zu Ende:

Der von den weißen Figuren verwaiste weiße Königsflügel erlaubte ein sehenswertes Finale furioso: es geschah 29… Td8xd4! 30. e3xd4 Dh5-f3+ 31. Kg2-g1 Th6xh4! 32. g3xh4, wonach 32… Lf8-d6! sofort gewonnen hätte. Jedoch änderte das Einsammeln des h-Bauern mit 32… Df3-g4+ 33. Kg1-h1 Dg4xh4+ 34. Kh1-g1 Dh4-g4+ 35. Kg1-h1 Dg4-f3+ 36. Kh1-g1 nach 36… Lf8-d6! nichts Wesentliches. Nach dem letzten Schwindelversuch 37. Ld2-f4 hoffte Weiß wohl noch auf 37… Ld6xf4? 38. Tf1-e1!, da die nun geräumte 2. Reihe die Deckung des f-Bauern mit der Dame erlaubt. Nach 37… Sd3xf4! musste Weiß aber wegen des unvermeidbaren Matts auf g2 die Waffen strecken.

Erwartungsgemäß haben sich die Favoriten in der 1. Runde allesamt durchsetzen können, weshalb es nun auswärts gegen die Schachfreunde Neckartenzlingen geht. Die genaue Terminierung steht noch aus. Das zweite Halbfinale bestreiten Pfullingen und Bebenhausen.

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